Glossar
Deponie
Die Deponie ist der Endpunkt für Abfall, der sich nicht verwerten lässt. Die fünf Deponieklassen DK 0 bis DK IV, was wo abgelagert werden darf und warum das den Preis bestimmt.
Eine Deponie ist eine genehmigte Anlage zur dauerhaften Ablagerung von Abfall. Sie steht am Ende der Kette, wenn eine Verwertung nicht möglich ist. Was dort einmal liegt, kommt nicht zurück in den Stoffkreislauf, und genau deshalb ist Deponieraum knapp und teuer.
Die fünf Deponieklassen
Die Deponieverordnung teilt Deponien nach der zulässigen Schadstoffbelastung des Abfalls ein. Über sogenannte Zuordnungswerte wird bestimmt, welcher Abfall auf welche Klasse darf.
| Klasse | Zulässig ist unter anderem |
|---|---|
| DK 0 | Inertabfälle, also unbelasteter Boden und sauberer Bauschutt |
| DK I | gering belastete Abfälle, Bodenaushub und Asbest |
| DK II | höher belastete Abfälle, Straßenaufbruch und Aschen |
| DK III | gefährliche Abfälle, oberirdisch abgelagert |
| DK IV | gefährliche Abfälle untertage, im Salzgestein |
Die Klassen 0 bis III sind oberirdische Deponien. DK IV ist die Untertagedeponie mit einer geologischen Barriere zum Gebirge.
Was seit 2005 nicht mehr auf die Deponie darf
Unbehandelter Siedlungsabfall wird in Deutschland seit dem 1. Juni 2005 nicht mehr abgelagert. Grundlage ist die Technische Anleitung Siedlungsabfall, die nach zwölf Jahren Übergangsfrist vollständig in Kraft trat.
Hausmüll geht seitdem zuerst in die Verbrennung oder in eine mechanisch-biologische Behandlung. Erst was danach übrig bleibt, kann deponiert werden. Der Grund waren Sickerwasser und Deponiegas aus den organischen Anteilen.
Was das für ein Bauvorhaben bedeutet
Für die Kalkulation zählt eine einzige Frage: Lässt sich das Material verwerten, oder muss es deponiert werden.
Sortenreiner Bauschutt wird zu Recyclingschotter aufbereitet und kostet wenig. Gemischtes Material muss vorbehandelt werden. Asbest dagegen wird grundsätzlich nicht verwertet, es geht staubdicht verpackt auf eine Deponie der Klasse I. Diese Sonderbehandlung kostet ein Vielfaches, und sie ist der Grund, warum ein Asbestfund einen Kostenrahmen sprengt.
Deshalb entscheidet die Sortiertiefe auf der Baustelle über die Rechnung, nicht die Menge allein.
Bei uns
Wir bringen Material dorthin, wo es hingehört: Verwertbares in die Aufbereitung, den Rest auf die zugelassene Deponie. Über Wiegescheine und das Nachweisverfahren entsteht dabei die Dokumentation für Ihre Unterlagen, siehe Entsorgungsnachweis.
Wie sich der Deponieanteil klein halten lässt, steht im Beitrag Rückbau statt Abriss.
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