Glossar
Bauschutt
Bauschutt sind mineralische Abfälle wie Beton, Ziegel, Fliesen und Mörtel. Sortenrein ist er günstig zu entsorgen, vermischt wird er zum teuren Baumischabfall.
Bauschutt bezeichnet die mineralischen Abfälle, die bei Bau, Umbau und Rückbau anfallen: Beton, Ziegel, Fliesen, Keramik, Mörtel und Putz. Entscheidend für den Preis ist nicht die Menge, sondern die Reinheit.
Was hineingehört
In den Bauschuttcontainer dürfen ausschließlich mineralische Stoffe:
- Beton, auch mit Bewehrungseisen in üblichem Umfang
- Ziegel, Klinker, Dachziegel
- Fliesen, Keramik, Sanitärkeramik ohne Anbauteile
- Mörtel, Putz, Estrich
- Naturstein, Kies, Sand
Was draußen bleiben muss
Ein einziger falscher Sack kann die Fuhre umwidmen. Nicht hinein dürfen:
- Gipskartonplatten, Gipsputz und alles auf Gipsbasis
- Dämmstoffe, besonders Mineralwolle
- Holz, Kunststoff, Folien, Verpackungen
- Teerhaltige Dachpappe und asbesthaltige Materialien
- Erdaushub, der zählt als eigene Fraktion
Gips ist der häufigste Fehler. Er stört den Recyclingprozess und macht das Material unbrauchbar, deshalb wird er streng getrennt.
Warum sortenrein günstiger ist
Sauberer Bauschutt lässt sich brechen und als Recyclingschotter im Straßen- und Wegebau wieder einsetzen. Er hat damit einen Verwertungsweg und einen entsprechend niedrigen Entsorgungspreis.
Sobald andere Stoffe dabei sind, gilt die Ladung als Baumischabfall. Der muss sortiert und vorbehandelt werden, was ein Vielfaches kostet. Der Unterschied ist groß genug, dass sich Sorgfalt beim Beladen in barer Münze auszahlt.
Das Gewicht im Blick behalten
Bauschutt ist schwer. Ein Kubikmeter Betonbruch wiegt rund 1,8 Tonnen, Ziegelbruch etwa 1,3 Tonnen. Deshalb sind Bauschuttcontainer klein: Ein Behälter mit 5 Kubikmetern ist bei etwa der Hälfte seines Volumens am zulässigen Gesamtgewicht. Wer ihn randvoll füllt, riskiert, dass das Fahrzeug ihn nicht mitnehmen darf.
Nachweise
Bei gewerblichen Vorhaben verlangt die Gewerbeabfallverordnung die getrennte Sammlung und deren Dokumentation. Wir liefern dazu Wiegescheine und die Entsorgungsbestätigung. Was wann gebraucht wird, steht im Beitrag Entsorgungsnachweis: wann Sie ihn brauchen.
Container für sortenreinen Bauschutt stellen wir kurzfristig, siehe Container-Vermietung.
Bauschutt oder Erdaushub
Die beiden werden häufig verwechselt, sind aber getrennte Fraktionen mit unterschiedlichen Preisen. Erdaushub ist gewachsener Boden, Sand, Lehm oder Kies aus der Baugrube. Bauschutt ist mineralisches Material, das einmal verbaut war.
Vermischt gilt die Ladung als belasteter Aushub oder als Baumischabfall, beides teurer als jede der Fraktionen für sich. Wer eine Baugrube aushebt und den alten Kellerboden mit hineinwirft, macht aus günstigem Aushub genau das.
Wenn der Bauschutt belastet ist
Nicht jeder mineralische Abfall ist unbelastet. Teerhaltige Klebstoffe unter alten Fliesen, Rückstände aus Betriebsgebäuden oder Brandschutt können Schadstoffe enthalten. Dann entscheidet eine Analyse über den Entsorgungsweg.
Bei Gebäuden vor 1993 kommt die Asbestfrage dazu, etwa bei Fliesenklebern und Spachtelmassen. Wir klären das bei der Besichtigung, bevor der erste Container steht. Was das bedeutet, steht im Beitrag Asbest im Haus erkennen.
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