Glossar
Containergrößen
Welche Containergröße Sie brauchen, hängt an Material und Gewicht. Übersicht von 3 bis 40 Kubikmetern mit typischen Einsätzen und den häufigsten Fehleinschätzungen.
Containergrößen werden in Kubikmetern angegeben und reichen von 3 bis 40. Die Zahl allein sagt allerdings wenig darüber aus, welcher Behälter zu Ihrem Vorhaben passt. Entscheidend ist, ob das Volumen oder das Gewicht zuerst erreicht wird.
Die gängigen Größen im Überblick
| Größe | Bauart | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| 3 m³ | Absetzcontainer | Badsanierung, kleiner Keller |
| 5 m³ | Absetzcontainer | Bauschutt aus einer Wohnung, Erdaushub |
| 7 m³ | Absetzcontainer | Kellerentrümpelung, Sperrmüll |
| 10 m³ | Absetz- oder Abrollcontainer | kleinere Haushaltsauflösung |
| 20 m³ | Abrollcontainer | Entkernung, Betriebsauflösung |
| 30 bis 40 m³ | Abrollcontainer | Sperrmüll und Holz in Mengen, Baustellen |
Volumen oder Gewicht
Bei leichten, sperrigen Stoffen begrenzt das Volumen. Sperrmüll, Holz, Kartonagen und Grünschnitt dürfen bis zur Oberkante geladen werden, hier lohnt der große Behälter.
Bei schweren Stoffen begrenzt das Gewicht. Ein Kubikmeter Betonbruch wiegt rund 1,8 Tonnen, Erdaushub etwa 1,6 Tonnen. Ein Container mit 5 Kubikmetern Bauschutt ist damit bei etwa der Hälfte seines Volumens am zulässigen Gesamtgewicht. Wer hier größer bestellt, zahlt mehr Miete für Luft, die er nicht füllen darf.
So schätzen Sie die Menge
Eine grobe Faustregel aus der Praxis: Der Hausrat einer Dreizimmerwohnung ergibt etwa 20 bis 30 Kubikmeter, ein durchschnittlicher Keller 5 bis 10, eine Garage 8 bis 15. Möbel im Ganzen brauchen dabei rund das Dreifache des Raums, den sie zerlegt einnehmen.
Bei Bauvorhaben rechnen Sie über die Fläche: Ein Quadratmeter Estrich mit 5 Zentimetern Stärke ergibt rund 0,05 Kubikmeter und wiegt etwa 100 Kilogramm. Bei 40 Quadratmetern sind das schon 4 Tonnen.
Was in der Praxis schiefgeht
Zu groß bestellt. Der häufigste Fall bei Bauschutt. Der Behälter kostet mehr, darf aber nicht schwerer beladen werden.
Überladen. Was über die Oberkante ragt, darf nicht transportiert werden. Im schlimmsten Fall fährt das Fahrzeug ohne Ladung wieder ab, und die Anfahrt wird trotzdem berechnet.
Falsche Fraktion. Ein Sack Gips oder Mineralwolle im Bauschuttcontainer macht aus einer günstigen Fuhre teuren Baumischabfall.
Stellplatz nicht geprüft. Freileitungen, Bäume und schmale Einfahrten fallen meist erst auf, wenn das Fahrzeug schon da ist.
Im Zweifel anrufen
Beschreiben Sie uns am Telefon, was weg soll, und wir sagen Ihnen, welcher Behälter passt. Das dauert wenige Minuten und ist günstiger als ein zweiter Anlauf. Zur Übersicht: Container-Vermietung.
Zwei Container statt einem großen
Bei gemischten Vorhaben ist die Aufteilung oft günstiger als der eine große Behälter. Ein Beispiel aus einer Wohnungssanierung: ein kleiner Container für den schweren Bauschutt, ein größerer für Sperrmüll und Holz.
Der Grund liegt in der Abrechnung. Bauschutt wird nach Gewicht bezahlt und ist sortenrein günstig, Sperrmüll nach Volumen. Zusammengeworfen entsteht Baumischabfall, und der kostet für die gesamte Menge den höchsten Satz.
Wie lange darf er stehen
Die ersten Tage sind meist in der Grundmiete enthalten, danach läuft eine Tagespauschale. Auf öffentlichem Grund begrenzt zusätzlich die Sondernutzungserlaubnis den Zeitraum.
Planen Sie realistisch. Wer den Container drei Tage bestellt und zwei Wochen füllt, zahlt Standzeit, die er sich mit einem Wechsel hätte sparen können.
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