Ratgeber
Mülltrennung: was in welche Tonne gehört
Welcher Abfall in welche Tonne gehört, welche Fehlwürfe am häufigsten vorkommen und was seit Mai 2025 beim Bioabfall gilt. Dazu die Grenze, ab der es kein Hausmüll mehr ist.

Was in welche Tonne gehört
Die Zuordnung ist bundesweit ähnlich, die Details regelt aber jeder Landkreis selbst. Im Zweifel gilt das Abfall-ABC Ihres Entsorgers.
| Tonne | Hinein gehört | Nicht hinein gehört |
|---|---|---|
| Bio | Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz, Laub, Rasenschnitt | Plastiktüten, auch kompostierbare, Katzenstreu, Asche |
| Papier | Zeitungen, Kartons, Schreibpapier, Prospekte | Kassenbons, Backpapier, Tapeten, verschmutzte Pizzakartons |
| Gelbe Tonne | Verpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbund | Spielzeug, Töpfe, Windeln, Verpackungen voller Reste |
| Glas | Flaschen und Gläser nach Farben getrennt | Fensterglas, Spiegel, Trinkgläser, Porzellan |
| Restmüll | alles, was nach der Trennung übrig ist | Batterien, Elektrogeräte, Farben, Medikamente |
Die neue Grenze beim Bioabfall
Getrennt gesammelt wird Bioabfall seit dem 1. Januar 2015, das schreibt § 11 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes vor. Seit dem 1. Mai 2025 kommt eine Qualitätsanforderung dazu: Nach der novellierten Bioabfallverordnung dürfen die Abfälle höchstens 3 Masseprozent Fremdstoffe enthalten, also Kunststoff, Metall und Glas.
Für den Haushalt heißt das vor allem eines. Entsorger dürfen die Leerung verweigern, wenn oben sichtbar Plastik liegt. Die Tonne bleibt dann stehen, und der Inhalt ist bis zum nächsten Termin Ihr Problem.
Der häufigste Grund dafür sind Beutel. Auch als kompostierbar verkaufte Tüten werden von den meisten Anlagen aussortiert, weil sie sich im Prozess nicht schnell genug zersetzen. Zeitungspapier oder ein Papierbeutel funktionieren besser.
Die häufigsten Fehlwürfe
Kassenbons ins Altpapier. Die meisten sind Thermopapier und stören die Aufbereitung. Sie gehören in den Restmüll.
Der Joghurtbecher mit Deckel und Rest. Löffelrein genügt, aber Deckel und Becher gehören getrennt, sonst wird das Verbundteil nicht sortiert.
Fensterglas im Altglascontainer. Flachglas hat einen anderen Schmelzpunkt als Behälterglas und macht die Charge unbrauchbar. Es gehört auf den Wertstoffhof.
Blaues Glas. Es gibt keinen blauen Container. Alles außer Weiß und Braun kommt zu Grünglas.
Papierhandtücher in die Biotonne. Mit Küchenabfällen daran geht das. Mit Reinigungsmittel getränkt nicht.
Was gar nicht in den Hausmüll darf
Batterien und Akkus gehören zurück in den Handel, jedes Geschäft, das sie verkauft, nimmt sie an. In gepresstem Restmüll geraten Lithiumzellen in Brand, das ist eine der häufigsten Ursachen für Feuer in Entsorgungsanlagen.
Dasselbe gilt für Elektrogeräte, Energiesparlampen, Farben, Lacke, Lösungsmittel und Altmedikamente. Für diese Stoffe gibt es Rücknahmestellen, Wertstoffhöfe und Schadstoffmobile.
Wenn es zu viel für die Tonne wird
Mülltrennung endet dort, wo die Menge nicht mehr in Tonnen passt. Bei einer Kellerentrümpelung, einem Umbau oder einer Haushaltsauflösung lautet die Frage nicht mehr, in welche Tonne etwas gehört. Sie lautet: in welchen Container.
Das Prinzip bleibt dasselbe: Getrennt ist günstiger als gemischt. Welcher Behälter welche Fraktion aufnimmt, steht unter Bauschuttcontainer, Sperrmüllcontainer und Recyclingcontainer. Zum Ablauf: Container mieten für Ihr Projekt.
Fazit
Die Regeln sind übersichtlicher, als ihr Ruf vermuten lässt. Vier Tonnen, ein Wertstoffhof und eine Handvoll Stoffe, die nirgendwo hineindürfen. Neu ist allein die Fremdstoffgrenze beim Bioabfall, und die betrifft in der Praxis fast nur die Frage, worin die Küchenabfälle in die Tonne wandern.
Wird es mehr, als die Tonne fasst, stellen wir den passenden Container. Rufen Sie an unter 08221 – 964 80 36 oder schreiben Sie über das Kontaktformular.
FAQ zum Thema Mülltrennung
Was passiert, wenn ich falsch trenne?
Bei einzelnen Fehlwürfen wird nachsortiert, das kostet die Allgemeinheit Geld. Beim Bioabfall kann die Leerung seit Mai 2025 verweigert werden, wenn sichtbar Fremdstoffe obenauf liegen. Für grobe Verstöße gegen die Trennpflicht sieht das Kreislaufwirtschaftsgesetz Bußgelder vor.
Dürfen kompostierbare Plastiktüten in die Biotonne?
In den meisten Landkreisen nicht. Sie zersetzen sich langsamer als der übrige Bioabfall und werden in der Anlage als Fremdstoff aussortiert. Sammeln Sie Küchenabfälle in Zeitungspapier oder einem Papierbeutel.
Gehört der Kassenbon ins Altpapier?
Nein. Die meisten Bons bestehen aus Thermopapier und gehören in den Restmüll.
Wohin mit Fensterglas und Spiegeln?
Auf den Wertstoffhof, nicht in den Altglascontainer. Flachglas und Behälterglas haben unterschiedliche Schmelzpunkte, ein paar Scherben genügen, um eine Charge unbrauchbar zu machen.
Ab wann lohnt sich ein Container statt vieler Fahrten?
Grob ab einer Kellerladung. Ein 7-Kubikmeter-Behälter nimmt auf, wofür Sie etwa zwanzig Kofferraumfahrten bräuchten, und die Entsorgung ist im Preis enthalten. Genaueres unter Containergrößen.

