Glossar
Sperrmüll
Sperrmüll ist alles aus dem Haushalt, was nicht in die Tonne passt. Was dazuzählt, was ausgeschlossen ist und wann sich ein Container lohnt.
Sperrmüll ist der Hausrat, der wegen seiner Größe nicht in die Restmülltonne passt. Der Begriff ist kommunal geregelt, deshalb unterscheiden sich die Listen je nach Landkreis in Einzelheiten.
Was dazuzählt
- Möbel aller Art, auch zerlegt
- Matratzen, Lattenroste, Teppiche
- Fahrräder, Kinderwagen, Sportgeräte
- Koffer, Körbe, größere Kunststoffgegenstände
- Holzverkleidungen und Zaunelemente in haushaltsüblicher Menge
Was nicht dazuzählt
Häufige Irrtümer, die am Abholtag zu stehen gebliebenem Material führen:
- Elektrogeräte. Sie unterliegen dem Elektrogesetz und werden getrennt erfasst.
- Bauschutt und Sanitärkeramik. Das ist Bauabfall, kein Sperrmüll.
- Altreifen, Autoteile, Batterien.
- Farben, Lacke, Chemikalien. Sondermüll.
- Grünschnitt und Erde.
Kommunale Abholung oder eigener Container
Die Gemeinden bieten eine Abholung an, meist ein- bis zweimal jährlich oder auf Abruf, häufig mit Mengenbegrenzung und Wartezeit. Für einzelne Möbelstücke ist das der günstigste Weg.
Ein eigener Container lohnt sich, sobald es schnell gehen muss, die Menge über die Begrenzung hinausgeht oder eine ganze Wohnung geräumt wird. Sie bestimmen dann den Termin und müssen nichts an die Straße tragen, was bei fehlendem Aufzug den Ausschlag gibt.
Die richtige Größe
Sperrmüll ist leicht und sperrig, hier begrenzt das Volumen und nicht das Gewicht. Deshalb darf großzügig gerechnet werden. Erfahrungswerte: ein Kellerraum ergibt 5 bis 10 Kubikmeter, eine Dreizimmerwohnung 20 bis 30.
Zerlegte Möbel brauchen etwa ein Drittel des Raums. Wer den Schrank auseinandernimmt, spart häufig eine ganze Containergröße.
Was verwertet wird
Aus Sperrmüll lässt sich mehr herausholen, als der Name vermuten lässt. Holz geht in die stoffliche oder energetische Verwertung, Metallgestelle in den Schrott, Matratzen inzwischen teilweise in eigene Recyclingwege. Was wir verwerten können, rechnen wir bei Aufträgen gegen.
Container für Sperrmüll stellen wir kurzfristig, siehe Container-Vermietung. Bei ganzen Wohnungen ist meist die Entrümpelung der einfachere Weg, weil wir dann auch tragen.
Was mit Matratzen und Polstern ist
Matratzen sind der häufigste Streitfall. Viele Kommunen nehmen sie im Sperrmüll an, manche verlangen eine Einzelanmeldung, und in der Verwertung sind sie ein Problem, weil Schaum, Federkern und Bezug verklebt sind.
Für die Entsorgung heißt das: Sie zählen als Sperrmüll, brauchen aber viel Volumen. Rechnen Sie je Matratze etwa einen halben Kubikmeter, bei Boxspringbetten deutlich mehr.
Schädlinge und Verunreinigungen
Bei länger leer stehenden Wohnungen kommt es vor, dass Möbel von Schädlingen befallen sind. Dann ist eine normale Räumung nicht möglich, weil der Befall sonst ins Fahrzeug und in andere Objekte getragen wird.
Sagen Sie uns das vorher, wenn Sie Hinweise haben. Wir arbeiten dann mit verschlossenen Behältern und stimmen den Ablauf mit einem Schädlingsbekämpfer ab. Bei stark verunreinigten Wohnungen gilt Ähnliches, dazu steht mehr unter Messi Wohnung.
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